Die Meinung Politik geht einen nichts an, ist nicht nur töricht, sondern ein gefährlicher Irrtum
Silvius Magnago, 1979
Silvius Magnago
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Silvius-Magnago-Akademie

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Veranstaltungen und Seminare

Der Jahresbeginn 2007 war der Startpunkt für das politische Bildungsprogramm der Silvius Magnago Akademie. Schwerpunkte des ersten Halbjahresprogramms "Jänner bis Juni 2007" waren die Autonomie und die Geschichte Südtirols, ebenso das Thema Ethik und Werte in der Politik. Mit Weiterbildungsveranstaltungen zur Rhetorik, zur Gemeindepolitik und zur Öffentlichkeitsarbeit will die Akademie ein Hilfsmittel für die politische Basisarbeit bieten. Zudem wird es ein Angebot an Vorträgen geben, unter anderem zu den Schwerpunktthemen Jugend und Frauen.

SVP-Mitglieder und Jugendliche unter 25 Jahren bezahlen für die Teilnahme an den Seminaren eine um 20 Prozent reduzierte Gebühr. Aufenthalt und Verpflegung sind nicht inbegriffen. 

Die Teilnahme an den Vorträgen ist hingegen kostenlos.
28.02.2008
Zwischen Duce und Negus

Referent Dr. Gerald Steinacher
Archivar und Zeithistoriker am Südtiroler Landesarchiv

Veranstaltungsort Bibliothek Mitterolang (neben Kongresshaus)
Beginn 20:00 Uhr
Teilnahme kostenlos

Zwischen Duce und Negus - Pusterer im Abessinienkrieg

Am Brunecker Kapuzinerplatz erinnert ein Alpini-Denkmal an einen vergessenen Krieg. Mindestens 1200 Südtiroler waren 1935/36 beim Abessinien-Krieg im heutigen Äthiopien im Einsatz.
 
Die Eroberung Äthiopiens durch die Armeen Mussolinis 1935/36 ist ein allzu lange Zeit verdrängtes Kapitel italienischer Zeitgeschichte. Am Beispiel des brutal und unter Einsatz von Luftwaffe, Giftgas und Massentötungen geführten Abessinienkrieges wird die Legende vom »humanen« italienischen Kolonialismus genauso widerlegt, wie die Sichtweise, dass der italienische Faschismus nicht rassistisch gewesen sei. Mindestens 1.200 Südtiroler erlebten den ersten »modernen Massenkrieg« als Angehörige der italienischen Streitkräfte in Ostafrika hautnah. 

Besonders im Pustertal lassen sich viele Verbindungen zu diesem Krieg ziehen. Zur Erinnerung an die „Heldentaten“ der italienischen Soldaten in Abessinien wurde 1938 das Alpini-Denkmal am Kapuzinerplatz in Bruneck errichtet. Die „Divisione Alpina Pusteria“ wurde am 24. Dezember 1935 für den Einsatz in Abessinien gegründet. Sie bestand anfangs aus 428 Offizieren, 441 Unteroffizieren und 12.750 Soldaten, darunter auch eine Reihe von deutschsprachigen Südtirolern.

In seinem Vortrag berichtet Dr. Gerald Steinacher vom Südtiroler Landesarchiv über den Abessinienkrieg und versucht dabei, besonders die Verbindungen zum Pustertal herauszustreichen.
 
 
teamBLAU